Von Zielen die erreicht werden wollen und Geduld die wir dabei brauchen ;)...

"Wenns mal wieder länger dauert,..." - Moment, aber so viele Snickers zu essen ist sicher nicht ratsam... Denn Geduld brauche ich ziemlich oft! Nicht selten mit mir selber...

Da plane ich 30 Tage lang auszumisten (...lest mehr dazu im letzten Artikel) und werde nicht fertig. Na, was soll's - denke ich und hänge einfach noch mal 30 Tage dran. Ganz einfach... Ich bin niemanden eine Erklärung schuldig. Aber es fühlt sich trotzdem komisch an... Habe ich mein Ziel nun nicht ereicht? Doch das habe ich! Erst heute habe ich meine Kartons inkl. der Sachspenden für einen Flohmarkt zum CVJM in Brandenburg gebracht... Und was ist das ein tolles Gefühl: Ausmisten und Gutes dabei tun! Einige Dinge habe ich verschenkt, andere auf Ebay und manche Bücher auf der Plattform momox verkauft (Werbung, nicht beauftragt).

Mit dem Ausmisten bin ich trotzdem noch nicht fertig und gönne mir in diesem Sinne eine "Ehrenrunde". Tatsächlich was es schwierig jeden Tag 5 Dinge zu entsorgen. An einem Tag waren es keine, an einem anderen wieder mehr... Alles in allem hat sich dennoch einiges summiert. Jetzt kommt quasi noch der Feinschliff - das bewusste entscheiden für die Dinge. Dafür will ich mir noch Zeit nehmen. Und "by the way" habe ich neue Laufschuhe und Laufkleidung gekauft, damit ich gut ausgerüstet bin für mein Vorhaben in 2 Wochen ;)... Ihr seht, ich bin auf dem Weg...

Das Ziel sich erstmal von "äußeren" und "inneren" Ballast zu befreien, funktioniert eben nicht mal eben innerhalb 30 Tagen. Es ist wichtig ein Ziel zu haben, damit man erstmal in Bewegung kommt - und das bin ich definitiv! Geduld ist eine hilfreiche Eigenschaft hierbei...

 

„Sage nicht, wenn ich Zeit dazu habe, vielleicht hast du nie Zeit dazu. Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Talmud

Nun zum Vorhaben: In 2 Wochen werde ich in Venedig einen Marathon laufen, das sind 42,195 Kilometer. Ausdauer ist hier gefragt! Meinen ersten Marathon in München 2015 wollte ich unter 4:00 Std. laufen - Ich habe 6 Minuten länger gebraucht. Auch kein Beinbruch. Soll ich mich deswegen ärgern? ...nein, das wäre nun wahrlich unangebracht. Im Gegensatz zu 2015 gehe ich nun gelassener an den Start... Ich habe keine Zielzeit, bin dennoch gut vorbereitet und möchte den Lauf einfach genießen - soweit es geht ;)  Denn die Strecke ist ganz schon laaaaaang... Und die Fans und Streckenposten warten geduldig, bis die ersten und die letzten im Ziel sind. Das Ziel erreichen, das möchte ich! Diesmal möchte ich zudem noch bewusster den Weg dorthin genießen... Auch wenn ich dann sicher länger brauche.

 

Hast du ein Ziel, ein Wunsch, ein Vorhaben das du umsetzen und erreichen möchtest?

Dann möchte ich dir folgende Gedanken mit auf dem Weg geben...

 

1. Formuliere dein Ziel/dein Wunsch konkret, positiv und messbar ("Ich möchte in den nächsten 3 Monaten einen aktiven Lebensstil ausprobieren und dazu 3 mal die Woche eine halbe Stunde Sport machen" od. "Ich würde gerne mehr über Gott erfahren und werde dazu in den nächsten 2 Monaten jeden Tag einen kleinen Abschnitt in der Bibel lesen.")

2. Sammle so viele Gründe wie möglich, warum du dieses Ziel erreichen möchtest. Finde dein Motiv...

3. Male dir so intensiv wie möglich aus, wie es sein wird dieses Ziel zu erreichen. Spüre mit allen Sinnen nach, wie es sich anfühlt wenn du es geschafft hast und "verbildliche" dein Ziel wenn du magst.

4. Mache dich auf den Weg, sei geduldig mit dir selbst... Wenn dir zwischendrin die Kraft ausgeht, dann fokussiere dich erneut und mache morgen einfach weiter... Das ist normal und vollkommen in Ordnung.

5. Schreibe  zwischendurch deine Erfahrungen auf und mache eine Zwischenbilanz - ein "unterwegs-Tagebuch" sozusagen.

6. Ziehe ein Fazit nach dem erreichen des Ziels/dem festgelegten Zeitraum. Notiere deine Erfahrungen und überlege wie du weitergehen möchtest... Brauchst du eine Ehrenrunde, dann genehmige sie dir! Hast du Lust auf ein neues Ziel, dann beginne bei Punkt 1 ;).

 

Ich möchte hier nun kein Selbstoptimierungswahn vom Zaun brechen - ganz und garnicht. Sondern ich möchte dich ermutigen das du die Ziele und Wünsche die in dir schlummern nicht klein machst, sondern ernst nimmst. So mancher Wunsch ist in uns hineingelegt und wartet nur darauf an die Oberfläche zu gelangen. Oft hat genau das nicht nur positive Auswirkungen auf uns, sondern auch unsere Mitmenschen. 

Laufen ist eine meiner Leidenschaften und gerne gehe ich auch da mal an meine Grenzen. Mein langfristiger Wunsch "wertvoll unterwegs" - zu sein, reicht auch hier hinein. Das Laufen lehrt mich... Das ich unterwegs bin und noch nicht am Ziel! Das es mal bergab und mal bergauf geht... Das unterschiedliche Routen mich trotzdem nach Hause führen. Das die Natur eine wundervolle Schöpfung ist, die mich hinweist auf noch so viel mehr... Und das ich gerade dann oft spüre, das ich nicht alleine unterwegs bin, sondern gut behütet... Das nach dem Lauf - vor dem Lauf ist. Das mit der Zeit die Ausdauer besser wird. Das Laufen lehrt mich das jeder Zieleinlauf, jedes Ankommen mir einen Vorgemack ist auf das, was nach meinem "Lebenslauf" auf mich wartet. 

In diesem Sinne wünsche ich dir ein geduldiges "unterwegs sein", Deine Martina

„Der Weg gibt dir nicht das, was du willst, sondern das, was du brauchst.“ Jakobsweg-weisheit

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